Elektrothermische Probenatomisierung in einem schnell erhitzten Graphitrohrofen mit spektraler Interferenzkorrektur mittels inversen Zeeman-Effekts.
Entwickelt für die quantitative Bestimmung von Elementen in flüssigen Proben unterschiedlicher Herkunft und Zusammensetzung im ng/L- (ppt-)Bereich.
Hauptanwendungsgebiete: Umweltmonitoring, Hygiene- und Lebensmittelanalytik, Biotechnologie, Medizin, Geologie, Metallurgie und wissenschaftliche Forschung.
Ausführungen:
- Einlampen-Spektrometer mit integriertem automatischem Dispenser
- Spektrometer mit automatisch justierbarem Sechs-Lampen-Revolver und integriertem automatischem Dispenser
Spezifikationen
Spektrale Interferenzkorrektur basierend auf dem inversen Zeeman-Effekt mit einem Zwei-Strahl-Zweikanal-Atomabsorptionsmessalgorithmus. Als Resonanzstrahlungsquellen dienen LT-6M Hohlkathoden-Spektrallampen. Lampenstromversorgung – gepulst, synchronisiert mit dem Magnetfeld in der Messzelle
- Spektralbereich (nm): 185–1100
- Messbereich der optischen Dichte (B): 0–3
- Messdauer (s): 30
- Abmessungen (mm): 860 × 455 × 210
- Gewicht (kg): max. 67
Betrieb mit Vorschaltgerät in einem schnell aufheizenden Graphitofen möglich
Optisches System
- Monochromator mit holographischem Beugungsgitter und automatischer Wellenlängenanpassung
- Fotodetektor: Breitband-Fotodiode für hohe Empfindlichkeit
Atomisator
- Graphitofen mit pyrolytischer Beschichtung
- Ofenheizrate, °/s: 10.000
- Schutzgas: Argon
- Argonflussrate, l/min: max. 0,5
- Dosiervolumen, µl: 5–30
Die schnelle Aufheizung des Graphitofens gewährleistet eine zeitliche Trennung zwischen der Atomisierung und der Dissipation des Atomdampfes aus dem Analysenvolumen. Dadurch hängt die Signalamplitude ausschließlich von der Elementmenge in der Probe ab und ist unabhängig von Matrixkomponenten und Transferparametern. Das Ofenheizprogramm dauert 30–40 s und gewährleistet eine Leistung, die der der Flammen-Atomabsorptionsspektrometrie sehr nahe kommt.
Das Spektrometer ist mit einem lokalen Kühlsystem ausgestattet
Spektrale Interferenzkorrektur
Zur Korrektur spektraler Interferenzen (Hintergrundabsorption) befindet sich der Graphitofen in einem Wechselfeld, das von einem netzspannungsbetriebenen Elektromagneten erzeugt wird. Ein Zweikanal-Algorithmus sorgt dafür, dass das analytische Signal unabhängig von der nicht-atomaren Hintergrundabsorption ist. Der Zweikanal-Datenverarbeitungsalgorithmus gewährleistet, dass das Analysesignal unabhängig von der Intensitätsdrift der Resonanzstrahlungsquelle und der Empfindlichkeit des Fotodetektors ist, wie bei Zweistrahl-Spektrophotometern.
Spektrometersteuerung
Spektrometersteuerung, Statusdiagnose, Verarbeitung, Anzeige und Speicherung der Analysedaten erfolgen über einen PC mithilfe einer speziellen Software.